Nele Neuhaus:Meine Bücher
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Meine Bücher

Auf dieser Seite finden Sie meine bisher erschienenen Bücher, aber ich erzähle Ihnen auch, wie ich Schriftstellerin wurde und warum man seine Träume leben soll ...

 


Schneewittchen muss sterben

Der 4. Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff

An einem regnerischen Novembertag werden Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein vom Hofheimer K11 zu einem mysteriösen Verkehrsunfall gerufen: Eine Frau stürzte von einer Fußgängerbrücke auf ein fahrendes Auto. Ein Zeuge glaubt beobachtet zu haben, dass die Frau von der Brücke gestoßen wurde. Die Ermittlungen führen Pia und Bodenstein in das kleine Taunusdorf Altenhain, in dem das Unfallopfer Rita Cramer früher gelebt hat. Elf Jahre zuvor verschwanden dort an einem Abend im September zwei siebzehnjährige Mädchen spurlos. In einem reinen Indizienprozess wurde der damals zwanzigjährige Tobias Sartorius, Rita Cramers Sohn, zu zehn Jahren Haft verurteilt. Bodenstein und Pia Kirchhoff erfahren, dass Tobias nach Verbüßung seiner Haftstrafe vor kurzem in seinen Heimatort Altenhain zurückgekehrt ist. Hat der Angriff auf seine Mutter etwas mit seiner Rückkehr zu tun? Im Dorf stoßen Pia und Bodenstein auf eine Mauer des Schweigens. Als wieder ein Mädchen verschwindet, scheinen sich die Ereignisse der Vergangenheit auf unheilvolle Weise zu wiederholen. Die Ermittlungen werden zu einem Wettlauf mit der Zeit, denn für die Dorfbewohner steht sofort fest, wer der Schuldige ist - und sie sind entschlossen, dieses Mal die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Erschienen: Juni 2010
ISBN: 978-3-548-60982-9, 535 Seiten, EUR 9,95
LIST Taschenbuchverlag, Berlin

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Tiefe Wunden

Der 3. Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff

Ein 92-jähriger Holocaust-Überlebender wird in seinem Haus im Taunus mit einem Genickschuss getötet. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung: Der Arm des Toten trägt die Reste einer SS-Blutgruppentätowierung. Dann geschehen zwei weitere Morde, die Hinrichtungen gleichen. Welches Geheimnis verband die Opfer miteinander? Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff ermitteln. 

Erschienen: September 2009
ISBN 978-354-860-9027, 478 Seiten, € 8,95  
LIST Taschenbuchverlag, Berlin 

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Mordsfreunde

Der 2. Fall für Oliver von  Bodenstein und Pia Kirchhoff

Ein Tierpfleger des Opel-Zoos im Taunus macht eine grausige Entdeckung: Im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazugehörige Leiche finden Kommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff von der Hofheimer Kripo in einer frischgemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Der Tote war ein Lehrer und vehementer Umweltschützer, der wegen seines Charismas von vielen Schülern glühend verehrt wurde - und voneinigern Einwohnern der Stadt ebenso sehr gehasst. Doch liegt hier das Motiv für einen Mord?

Erschienen: April 2009
ISBN: 978 354 860 8860, 400 Seiten,  € 8,95
LIST Taschenbuchverlag, Berlin

Rezension 

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 Eine unbeliebte Frau

 Der 1. Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff

Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturmes im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen.

Erschienen: April 2009, 384 Seiten, EUR 8,95
ISBN: 978-3-548-608877
LIST Taschenbuchverlag, Berlin

 

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Unter Haien

Die New Yorker Investmentbankerin Alex Sontheim hat sich durch Intelligenz und Zielstrebigkeit eine Position erarbeitet, von der andere nur träumen. Sie ahnt aber nicht, dass sie ihren Sachverstand und ihr Insiderwissen in eine Kartell von ausgeklügelter Wirtschaftskriminalität investiert. Selbst als Bürgermeister Nick Kostidis, unbeirrbarer Kämpfer gegen die Kriminalität in New York City, die junge Frau warnt, will sie nichts davon hören. Erst ein Attentat auf die Familie des Bürgermeisters und Unstimmigkeiten in ihrer Firma wecken ihr Misstrauen. Alex beginnt auf eigene Faust zu recherchieren und macht eine ungeheuerliche Entdeckung, die sie in tödliche Gefahr bringt.

Erscheinungstermin: November 2009 
ISBN: 978-3-941688-04-9, ca. 600 Seiten, € 15,00        
Prospero-Verla
g Münster-Berlin 

Rezension bei der Krimi-Couch

Rezension Leselust.de

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Das Pferd aus Frankreich

Die dreizehnjährige Charlotte darf im Reitstall in Bad Soden das Springpferd Gento pflegen. Doch bevor sich ihr großer Traum erfüllt und sie den braunen Wallach einmal reiten darf, wird er verkauft. Für Charlotte bricht eine Welt zusammen. Sie schwört sich, nie mehr den Reitstall zu betreten. Im Sommerurlaub auf der Insel Noirmoutier in Frankreich sieht sie Reiter am Strand. Mit ihrem Vater fährt sie zum Reitclub. Der erste Ausritt am Meer wird zum Abenteuer. Als der verängstigte Won Da Pie Vertrauen zu ihr fasst und der Reitlehrer Nicolas sie auf ihm reiten lässt, lernt Charlotte ihre Angst zu überwinden. Trotz einiger Rückschläge versteht sie nun, was Reiten lernen wirklich bedeutet.

Erschienen: März 2007, 148 Seiten, EUR 8,90
ISBN: 978-3-865-824400
MV-Verlag, Münster

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Wie alles anfing ...

Meine erste Geschichte schrieb ich im Alter von fünf Jahren, handschriftlich in ein Schulbuch. Auch die zweite Geschichte "Jessica - Abenteuer im Reitstall" schrieb ich noch mit dem guten, alten Pelikan-Füller, ungefähr 1981. Diesmal reichte ein Heft nicht, es wurden vier oder fünf, die ich jeweils aneinanderklebte und später mit Tesafilm band.

Einige Jahre später bekam ich zu Weihnachten eine gelbe Reiseschreibmaschine geschenkt. Auf ihr entstanden in den folgenden Jahren unzählige weitere Geschichten, ich tippte in jeder freien Sekunde Pferdegeschichten, Drehbücher und vieles andere mehr. Einiges habe ich aufgehoben, das Meiste wanderte in den Papierkorb. Aber schon früh stand für mich fest, dass ich Schriftstellerin werden wollte.

Traumberuf Schriftstellerin

Das Ende der Schulzeit nahte, meine Klassenkamerad/innen unterschrieben Lehrverträge und schrieben sich bei verschiedenen Universitäten ein. Es hätte vermessen geklungen, und wahrscheinlich wäre ich herzlich ausgelacht worden, hätte ich auf die Frage "Was willst du werden?" die wahre Antwort gegeben. Jeder Mensch weiß, dass Schriftstellerei eine brotlose Kunst ist und meine Eltern wären sicher verzweifelt und hätten mich vor ihrem geistigen Auge wahrscheinlich noch mit fünfzig in ihrem Keller an meiner Schreibmaschine hocken sehen.

Also tat ich, was sich nicht vermeiden ließ: ich verdiente Geld. Eine kaufmännische Lehre kam für mich nicht in Frage, mit Zahlen, Buchführung und Mathematik wollte ich nie mehr etwas zu tun haben! Gerne hätte ich Filmwissenschaften studiert, aber meinen Eltern war es etwas unheimlich, mich allein in einer Großstadt wie Berlin oder München zu wissen. Dann ergab es sich, dass ich eine Stelle als Sekretärin in der Firma bekam, in der ich in den Ferien häufig gejobbt hatte. Ich verdiente sofort Geld, kein mageres Lehrlingssalär. Innerlich war ich nach wie vor fest davon überzeugt, dass ich eines Tages meinen heimlichen Traum verwirklichen würde. Unerschütterlich schrieb ich immer weiter, für die Schublade und meistens, ohne das Ende hinzubekommen. Aber eins habe ich in dieser Zeit gelernt: Schreiben ist zu einem großen Teil auch Handwerk, die Übung macht den Meister. Allerdings war ich damals noch sehr weit davon entfernt, ein echtes Buch zu schreiben. Ich war viel zu ungeduldig, wollte zuviel auf einmal.

Nur nicht aufgeben!

Die Jahre gingen ins Land. Ich lernte meinen Mann kennen und die nächsten Jahre gehörten unseren Pferden und der Arbeit in der Fleischwarenfabrik meines Mannes. Ein paar Semester Jura,Geschichte und Germanistik an der Uni Frankfurt machten mir deutlich, dass eine akademische Laufbahn für mich nicht das Wahre sein würde.n würde. Lehrreich war diese Erfahrung dennoch. Schreiben - mittlerweile am PC - blieb ein Hobby, für das mein Gatte überhaupt kein Verständnis aufbrachte. Aber ich ließ mich durch ihn nicht entmutigen. Irgendwie gelang es mir, über Jahre hinweg (jeden Tag nur ein, zwei Stunden, manchmal weniger) ein 1000 Seiten dickes Manuskript über eine Investmentbankerin in New York fertigzuschreiben. Zur Schreibarbeit kam eine umfangreiche Recherche, damals war das Internet noch nicht so weit wie heute, ich musste einen ganzen Haufen Bücher lesen. Eines Tages war Unter Haien nach vierjährigem Schubladenaufenthalt fertig. Ich suchte einen Verlag. Natürlich passierte mir das, was wohl jedem Möchtegern-Autor passiert: es gab vorgedruckte, mehr oder weniger höfliche Absageschreiben - nur einmal bekam ich nach zwei Tagen eine begeisterte Zusage. Bei genauerem Hinsehen erwies sich der euphorische Verlag als einer dieser ominösen Zuzahlverlage, sie wollten von mir DM 60.000, um mein Buch zu drucken. Das konnte es nicht sein! Aber niemand sagte mir, woran es lag, ich bekam erste Zweifel an der Qualität meines Werkes und an mir selbst.

Ende 2004 las ich im Internet zum ersten Mal von der Möglichkeit, sein Buch kostengünstig selbst drucken zu lassen. Das Zauberwort hieß 'Book on demand'. Ich machte mich schlau und wusste: DAS ist es!!! Nimm dein Glück selbst in die Hand und versuche es!

 "Books on demand" - eine (gute) Alternative ...

Sogenannte Books on Demand-Verlage drucken jedes Buch, es sei denn, der Inhalt ist politisch nicht korrekt. Es funktioniert vereinfacht dargestellt so: Man stellt sein Manuskript als Word-Datei dem Verlag zur Verfügung und entscheidet sich, ob es genau so übernommen werden soll, oder ob man noch ein Lektorat, ein Korrektorat oder was auch immer haben möchte. Der Verlag entwirft ein Buchcover, kümmert sich um die ISBN und alles, was sein muss. Dann wird nach Freigabe durch den Autor gedruckt. Hardcover, Softcover, Paperback, es gibt Dutzende Möglichkeiten. Ich habe bisher vier Mal mit dem Münsteraner Verlag Monsenstein & Vannerdat zusammengearbeitet und war immer zufrieden. Die Betreuung ist professionell, die Beratung gut und ehrlich, die Preise sind fair.

Aber die Veröffentlichung mit Book on demand hat einen großen Haken. Als Autor muss man eines wissen: wenn das Buch gedruckt ist, war es das dann auch. Um Werbung, Vermarktung und ähnliches kümmern sich diese Verlage nicht. Sie sind - und das soll nicht negativ klingen - reine Dienstleister, also bessere Druckereien. Kleine Auflagen sind zumeist so teuer in der Herstellung, dass der Autor nichts daran verdient. Eigentlich befriedigt diese Art des Publizierens eher das Ego des Schreibers nach dem Motto: ich habe ein Buch geschrieben (vanity publishing). Nur selten werden aus Büchern, die in Books on Demand-Verlagen erschienen sind, Bestseller.


Lebe deinen Traum

Ich kalkulierte sehr genau, welches Risiko ich eingehe. Von "Unter Haien" habe ich zuerst 500 Exemplare drucken lassen und den Preis von EUR 16,90 pro Buch festgelegt. Für ein Taschenbuch ist das teuer, für eine völlig unbekannte Autorin ein Wagnis, denn ich konnte natürlich nicht absehen, wie sich das Buch verkaufen würde. Ich habe die ganze Auflage gekauft und bezahlt, die Bücher in Kisten in die Garage gestellt und gehofft, dass ich sie verkauft haben würde, bevor wir eines Tages mal umziehen. Meine Sorge war unbegründet. Nach vier Wochen waren alle fünfhundert Bücher weg, ich ließ tausend Exemplare nachdrucken, später noch einmal fünfhundert und so weiter. Mittlerweile erscheint Unter Haien in einer 6. Auflage. Dazu muss ich sagen, dass ich sehr viel Energie in die Vermarktung meiner Bücher gesteckt habe. Angefangen von einer Buchpremiere, zu der ich alle Freunde und Bekannten einlud, über die Erstellung einer eigenen Webseite, Klinkenputzen bei den Buchhandlungen in der Umgebung, Lesungen vor manchmal nur drei Leuten, Kontakte zur Presse aufbauen. Das war anstrengend, aber meine Bemühungen führten letztendlich zum Erfolg, denn die Bücher landeten dort, wo sie landen sollten: bei den Lesern.

Meinen ersten Taunuskrimi "Eine unbeliebte Frau" ließ ich gleich in einer größeren Auflage drucken. Dieses Buch verkaufte sich seit dem ersten Erscheinen am 18. November 2006 bis zu dem Tag, als es von Ullstein übernommen wurde, über 10.000 Mal verkauft. Der zweite Taunuskrimi "Mordsfreunde" erschien im November 2007 in einer Startauflage von 5.000 Exemplaren. Und auch bei diesen beiden Büchern scheute ich keine Kosten und Mühen, organisierte Buchpremieren, kümmerte mich um die Pressearbeit und Lesungstermine und lieferte selbst meine Bücher an die Buchhändler aus oder verschickte die via amazon bestellten Bücher.

Ich machte alles selbst. Schreiben, redigieren, lektorieren. Ich entwarf das Cover, suchte tagelang nach dem passenden Coverfoto, dachte mir den Buchtitel aus. Ich war meine eigene Marketingabteilung, mein eigener Vertrieb, meine eigene Buchhaltung. Durch die großen Auflagen und die steigende Nachfrage konnte ich ein bisschen Geld auf die Seite legen, das ich dann wieder in das nächste Buchprojekt investierte.

Viele Leute schüttelten den Kopf, denn mir blieb so gut wie keine Zeit für andere Dinge. Vormittags arbeiten, nachmittags schreiben. Zwischendurch der Rest. Kein Urlaub. Wenn man mich fragte, ob mir nicht etwas fehle schüttelte wiederum ich den Kopf. Ich war dabei mir den Traum meines Lebens zu erfüllen! Wie konnte mir da etwas fehlen? Ich war zufrieden mit dem, was ich ganz aus eigener Kraft erreicht hatte. An einen richtigen Verlag dachte ich nicht mehr. Aber dann dachte ein richtiger Verlag an mich ...

Ullstein


Im Januar 2008 kam es in meiner Schriftstellerkarierre zu einer sehr großen, wundervollen Veränderung, denn eine Lektorin des renommierten Ullstein-Verlages meldete sich bei mir. Die Verlagsvertreterin hatte von ihrer Frühjahrsreise durch die Buchhandlungen ein Exemplar der "Mordsfreunde" mit nach Berlin gebracht. Dort war man begeistert und fragte an, ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit hätte. Ich überlegte - aber nicht lange! Mit meiner Art des Verlegens war ich an die Grenzen meiner Möglichkeiten gestoßen. Mir fehlten Geld und Zeit für großangelegte Werbung, mir fehlten die Vertriebsschienen, außerdem hatte ich keine Lust dazu. Ich wollte meine knappe Zeit lieber zum Schreiben nutzen. Außerdem hatte ich seit jeher eine besondere Affinität zu Ullstein, denn als Kind war die Eule mein Lieblingstier, und im Ullstein-Verlag sind einige meiner Lieblingsbücher erschienen.

Wenig später reichte ich ein Expose für einen neuen Taunuskrimi ein, das in der Redaktion guten Anklang fand. Daraufhin bekam ich einen Verlagsvertrag von Ullstein und machte mich an die Arbeit. "Tiefe Wunden" erschien im August 2009 bei List/Ullstein und schaffte zum Erstaunen aller Beteiligten auf Anhieb den Sprung auf die SPIEGEL-Bestsellerliste. Auch "Eine unbeliebte Frau" und "Mordsfreunde" wurden ins Verlagsprogramm als Backlisttitel übernommen und erschienen bereits im April 2009. Diese Chance bei Ullstein war und ist phänomenal - ich war sehr glücklich, denn ich habe damit meinen großen Traum verwirklicht: Ich bin Schriftstellerin!

Der Durchbruch

Aller anfänglichen Unkenrufe zum Trotz bestanden meine Bücher, die im Taunus spielen, auch vor großem Publikum und werden heute in ganz Deutschland gern gelesen. Die Zusammenarbeit mit einem großen Verlag wie den Ullstein-Buchverlagen war für mich die große Chance, die ich ergriffen habe. Auch davor warnte man mich. Pass auf, du wirst gezwungen dies und das zu schreiben, du wirst unter Druck stehen, Abgabetermine bekommen und so weiter. Ich stand aber auch schon vorher unter Druck, denn ich hatte mir selbst ja auch Abgabetermine vorgegeben, in dem ich Termine für Buchpremieren festlegte. Und das war wahrhaftig sehr viel Stress, denn ich stand ja allein auf weiter Flur.

Heute habe ich eine Lektorin, die mit mir am Text arbeitet. Ich schreibe noch immer das, was ich schreiben will. Es macht noch immer Spaß. Im Juni 2010 erschien dann der 4. Taunuskrimi mit dem Titel "Schneewittchen muss sterben". Und ganz plötzlich und unverhofft geschah etwas, wovon ich nicht einmal zu träumen gewagt hatte: das Buch schoss in die Bestsellerlisten, stand auf amazon wochenlang auf dem 1. Verkaufsrang. 

Für den Thienemann-Verlag habe ich zwei Jugendbücher geschrieben, die im Frühjahr und im Herbst 2011 unter dem Reihentitel "Elena- ein Leben für Pferde" erscheinen werden. Und "Unter Haien" ist aus dem Books-on-demand-Schatten herausgetreten und beim Prospero-Verlag erschienen.

Alles hat sich unglaublich schnell und wunderbar entwickelt. Aber ich habe dafür auch unglaublich hart gearbeitet und mich niemals entmutigen lassen. Ich habe nur sehr selten auf die "Ratschläge" anderer gehört, meistens auf mein Bauchgefühl und das hat mich nur ganz selten im Stich gelassen. Derzeit schreibe ich am 5. Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff. Die Weichen in die Zukunft sind gestellt, denn mein wunderbarer Verlag hat sich ganz offen zu mir bekannt und mit mir einen Vertrag über drei weitere Bücher abgeschlossen.

Hätte mir jemand DAS vor fünf Jahren erzählt, ich hätte es nicht geglaubt.

Dankbarkeit

Schreiben ist mein Leben! Ich werde nie damit aufhören, solange es Menschen gibt, denen meine Bücher gefallen. Und wenn es niemanden mehr gibt, dem sie gefallen, dann schreibe ich wieder ganz für mich selbst. Denn das tue ich sowieso in erster Linie. Ich danke Gott für das Talent, das er mir gegeben hat, und auch für die Chancen, die ich bekommen habe. Allerdings hätte ich diese nie bekommen, hätte ich mein Glück nicht selbst in die Hand genommen und den Schritt in die Veröffentlichung damals gewagt.

Ich danke meinen Eltern, die mein Talent immer gefördert haben, meinen Schwestern, die mich unterstützen und immer für mich da sind. Ja, ich bin auch meinem Mann dankbar, der die Schreiberei für Unsinn hielt. Damit hat er meinen sonst eher wenig ausgeprägten Ehrgeiz angestachelt.

Auch meinen Kritikern danke ich. Es ist und bleibt schwer, mit kritischen Rezensionen umzugehen, denn sie treffen direkt ins Herz. Aber gerade der Schneewittchen-Erfolg hat mich vieles gelehrt. Meine Bücher können nicht jedem gefallen. Nicht jeder kann alles mögen. Und noch eins kommt dazu, etwas, mit dem ich gar nicht umgehen kann, und das ist Neid. Es ist aber auf jeden Fall besser, beneidet als bemitleidet zu werden. Aus diesem Grund akzeptiere ich auch Kritik, selbst wenn die unqualifiziert und verletzend ist. Das Positive überwiegt und das ist letztendlich die Hauptsache. 

Eins ist aber ganz klar: Wenn man einen Traum verwirklichen will, muss man sein Glück selbst in die Hand nehmen, hart arbeiten und Chancen nutzen. Wenn man nur dasitzt und hofft, dass eines Tages jemand vorbeikommt, der einem hilft, dann wird man vergeblich warten.

Deshalb hier mein Tipp für alle Nachwuchsautoren: schreiben, schreiben, schreiben! Selbstkritisch sein! Lesen, lesen, lesen - um den eigenen Stil zu verbessern. Kritische (und aufrichtige) Probeleser suchen. Immer weiter am Text feilen, wenn es sein muss, ein Dutzend Mal. Es geht immer noch etwas besser. Und dann - wagt es! Auch erst mal mit Book on demand. Denn es ist ein unvergleichliches Gefühl, sein erstes eigenes Buch in Händen zu halten!

Und zum Schluss: Wer mir Glück wünscht, dem wünsch ich's auch!!! :-))
 




"Unter Haien" ist das erste Buch, das ich veröffentlicht habe.

Die Idee, einen Roman zu schreiben, der in New York spielt, kam mir während eines Aufenthaltes in New York, der faszinierendsten und aufregendsten Stadt der Welt. Nach und nach entwickelte sich eine Geschichte in meinem Kopf, und irgendwann im Jahr 1998 setzte ich mich an meinem Computer und begann, die Geschichte zu schreiben.

Ich recherchierte sehr gründlich, las zahlreiche Bücher über die New Yorker Mafia, über den Insider-Trading-Skandal in den achtziger Jahren, über Computerhacking, ja, ich wurde ein echter Spezialist, während ich in jeder freien Minute, ob auf dem Pferderücken, beim Hundespaziergang oder beim Einschlafen, Zwiesprache mit meinen erdachten Figuren hielt, mich in sie hineinversetzte, ihre Charaktere entwickelte und sie immer besser kennen lernte.

Das eigentliche Schreiben ging vergleichsweise schnell, denn ich kannte meine Hauptfiguren mittlerweile so gut wie man alte Freunde kennt. Der erste Entwurf von "Unter Haien" hatte rund tausend Seiten. Alle Verlage, denen ich das Manuskript anbot, lehnten dankend ab. Das Projekt sei viel zu umfangreich, hieß es. Eine unbekannte, deutsche Autorin und ein Plot, der in New York spielt ließen sich ohnehin nicht verkaufen. Ein Literaturagent riet mir sogar, die Handlung nach Frankfurt zu verlegen und es damit bei Verlagen aus der Region zu versuchen.

Aber das wollte ich nicht. Ich mochte mein Manuskript so, wie es war. Eine Weile schlummerte es in einer Schublade, aber im Januar 2005 holte ich die tausend Seiten wieder heraus und beschloss, mich nicht mehr um Verlage zu kümmern, sondern endlich meinen Traum auf eigene Faust zu verwirklichen. Seit ein paar Jahren gibt es die so genannten "Books on Demand"-Verlage, die auch sehr gute Möglichkeiten für Leute bieten, die ihr Buch verwirklichen wollen. Mit dem Verlag Monsenstein & Vannerdat, einem BoD-Verlag aus Münster, fand ich einen guten und fairen Partner, und so setzte ich mich daran und überarbeitete und kürzte mein Manuskript sorgfältig von der ersten bis zur letzten Seite. Und dann ging es in den Druck. Fünfhundert Exemplare hatte die erste Auflage.

Welch ein herrliches, unvergleichliches Gefühl, als ich am 23. September 2005 mein erstes, gedrucktes Exemplar von "Unter Haien" in den Händen hielt! Kurze Zeit später begann es: die ersten fremden Menschen lasen mein Buch, ließen sich von der Handlung und den Schicksalen der Figuren, die ich mir ausgedacht hatte, mitreißen und faszinieren. Wie eigenartig und wie großartig zugleich! Vielleicht ist es damit zu vergleichen, wenn man sein Kind das erste Mal alleine in den Kindergarten oder in die Schule schickt und feststellt, dass es dort sehr gut alleine zu recht kommt.

Die fünfhundert Exemplare der ersten Auflage waren innerhalb von acht Wochen verkauft, ich ließ eine zweite Auflage drucken. Die begeisterten Reaktionen meiner immer zahlreicher werdenden Leser sind nach wie vor die schönste Belohnung und das größte Lob für mich und machten es für mich einfacher, Alex, Sergio, Nick und die anderen in die große, weite Welt zu entlassen. Sie haben es in Buchform sogar schon bis nach Australien, nach Neuseeland, Thailand, Amerika und in die Karibik geschafft - und das macht mich sehr stolz und glücklich…

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